April

Ich weiß nicht, wie vermessen es ist, aber in letzter Zeit begebe ich mich schon mal leise auf die Suche nach einer neuen Bleibe, sollte ich demnächst an einer Logopädieschule angenommen werden. Die Termine der Eignungstests stehen und ich bin gespannt wie ein kleiner Fuchsibogen. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Schule genommen zu werden, ist jedenfalls da.

Deshalb fängt klein Inken bereits jetzt an, sich nach Wohnungen umzusehen. Teilweise bin ich ehrlich ein bisschen erstaunt, wie viel Geld manche Leute für ein dunkles Kellerverlies mit 70er-Jahre-Revival-Badezimmer verlangen würden. Andererseits findet man beim Stöbern in Wohnungsinseraten auch hier und da kleine Prachtstücke, die es zu behalten gilt. Allzu oft passiert es mir jetzt schon, dass ich bei einer Wohnung aus dem Häuschen bin, aber den Link zum Inserat nicht speichere und mir hinterher denke: “ARRRRRRRRRRRRR, WOOOOOO?”

Seitdem ich jedoch anfange, mich nach Wohnungen umzusehen, kommen mir oft Gedanken darüber, was alles zu einem eigenen kleinen Haushalt gehört. Schneebesen, Staubsauger, Fliegenklatsche, Handtuchhalter – alles Dinge, die einem im Alltag irgendwie begegnen, die es aber erst einmal zu besorgen gilt. Manchmal gehen diese Gedanken aber auch merkwürdige Wege: Gerade heute bei der Arbeit machte ich mir darüber Gedanken, ob die Anschaffung einer Kaffeemaschine für mich rentabel wäre, sobald ich alleine lebe.  Dann muss ich ja immer Kaffeepulver und -filter im Haus haben? Trinke ich wirklich so viel Kaffee?

Ich entschied mich dagegen, aus dem einfachen Grund, dass ich sowieso lieber Kakao trinke.

Vielleicht ist es total vermessen und unangebracht, sich jetzt schon so ausschweifende Gedanken darüber zu machen, wo ich noch nicht einmal einen Ausbildungsplatz sicher habe. Aber allein die Planung meiner bisher nicht sicheren Zukunft in irgendeiner Stadt macht mir jetzt schon so viel Spaß, dass ich mich wirklich schon auf meinen Auszug freue. Selbst, wenn er erst im März sein sollte.

Markus Schwarze – Picture of the day

Neulich schrieb ich bei Twitter, dass Benoit Paille einer der großartigsten Fotografen sei, die ich überhaupt jemals gesehen habe. Oder zumindest sowas Ähnliches. Ich bekam Zustimmung und wurde gleichzeitig auf das 365-Tage-Projekt des Hamburger Hochzeitsfotografen Markus Schwarze aufmerksam gemacht: Picture of the Day.

365-Tage-Projekte gibt es ja viele, jedoch gibt es wenig Menschen die ihr Projekt wirklich bis zum Ende durchziehen – sei es aus Zeitgründen oder Ähnlichem. So bereits, bedauerlicherweise, geschehen bei decem. Auch Markus Schwarze startete Ende 2009 sein Projekt, in einem Fotoblog ein Jahr lang jeden Tag ein Foto zu veröffentlichen. Der Clou dabei: Mit der Zeit begann er, fremde Personen auf der Straße anzusprechen bzw. Situationen zu nutzen, um Fotos von Fremden Leuten zu machen und gleichzeitig ein bisschen über die Geschichte der einzelnen Menschen zu erfahren. So gibt es nicht nur jeden Tag ein Foto, sondern auch eine Hintergrundgeschichte zu dem Bild, was ich persönlich ziemlich großartig finde.

Dieses Projekt finde ich wahnsinnig gut gelungen, denn die Fotos sind nicht nur technisch perfekt, sondern man erfährt immer etwas über die abgelichtete Person – letzteres macht den Fotoblog noch besser, als er sowieso schon ist. (Außerdem ist Herr Schwarze Canon-Nutzer, höhö.)

Ich hoffe, man merkt mir meine Begeisterung an, denn ich finde es wirklich schwer, in Worte zu fassen, warum ich das Projekt so super finde. Aber bis 365 Tage um sind dauert es Gott sei Dank noch ein wenig und so kann ich mich weiterhin jeden Tag auf ein neues Foto freuen.

Tage wie dieser.

Das Wetter ist momentan eher so semigut, finde ich. Es regnet den ganzen Tag, es wird wieder kälter (hallo, es ist Ende August und ich laufe schon im Mantel herum?) und die ersten Blätter fallen geräuschlos, still und heimlich zu Boden. Damit ist der Sommer dieses Jahr wohl endgültig vorbei. Schade eigentlich, ich fand ihn dieses Jahr eigentlich echt ziemlich großartig, muss ich sagen. Aber vermutlich wird sich meine Lebensqualität sowieso um 200% steigern, sobald ich irgendwann mal in eine eigene Wohnung ziehen kann. Dann wird einfach jeder Tag großartig, ja.

Worauf ich hinaus will: Keine Ahnung, ich wollte mich eigentlich nur über das Wetter beschweren. Und mal auf Modemädchen (chrmchrm) tun und mal zeigen, was ich heute so anhatte:

Zitat Mama: “WAAAS, das Kleid willst du behalten? Und dann? Als Nachthemd anziehen oder wie? Oh Gott Kind, du rennst rum…! Sieht aus wie gewollt und nicht gekonnt, ehrlich mal..[...]!”

Soll mir egal sein, ich find’s total schön. Da ich jetzt ja auch Amulettträger bin, fehlt mir nur noch ein Foto, das ich in selbiges platzieren und immer mit mir herumtragen kann. Hach <3 Wie furchtbar kitschig.

Mixtape

Am 3. Juli 2009, meinem 18. Geburtstag, bekam ich viele Dinge geschenkt. Einige nützlich, andere lieb gemeint, wiederum andere ausgefallen und großartig. Zu letzterer Sorte gehörte diese Sicherheitskopie mit dem netten Titel “Inkens Chill-Platte”, oder mit anderen Worten: Mein erstes Mixtape, das mir von einer lieben Freundin geschenkt wurde. Ehrlich, vorher hat mir noch nie jemand eine CD / eine Kassette / einen Musikdatenträger von sich aus mit Musik zusammengestellt. Eigentlich traurig.

Etwas über ein Jahr lag das gute Stück einfach nur in meinem Zimmer. Immer wieder mal habe ich Blicke darauf geworfen, aber irgendwie hat die CD sich schnell wieder aus meinem Kurzzeitgedächtnis geschlichen. Gestern nun begann ich endlich mal, sie zu hören und bin schwer begeistert. Dass Bosse und Clueso komplett großartig sind, wusste ich ja schon vorher – aber jetzt höre ich auch Philipp Poisel, Pohlmann und John Butler Trio total gern. Bestes Geburtstagsgeschenk überhaupt. <3

Weit weg von behämmert

Samstag, Nordse… -watt, Sahlenburg. Leider kein Wasser, dafür total viel Spaß und herummatschen. <3

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